Radonmessungen
Radon - Die unterschätzte Gefahr in Gebäuden
Radon ist ein radioaktives Edelgas welches natürlich vorkommt und beim Zerfall von Uran-238 entsteht – einem Element, das in Böden und Gestein weltweit verbreitet ist. Das gasförmige Element und entsteht direkt aus dem Zerfall von Radium.
Radon ist unsichtbar, farb- und geruchlos. Gelangt es in die Atemluft, zerfällt es weiter zu festen radioaktiven Folgeprodukten. Diese setzen beim Zerfall eine ionisierende Alphastrahlung frei, die insbesondere das Gewebe der Atemwege schädigt.
Eine langfristig hohe Radonkonzentration kann zu schwerwiegenden Gesundheitsrisiken führen, insbesondere Lungenkrebs. Laut Schätzungen des Bundesamt für Strahlenschutz ist Radon in Innenräumen für etwa 5 % aller Lungenkrebstodesfälle in Deutschland verantwortlich – das entspricht rund 2000 Todesfällen pro Jahr.
Die einzige Möglichkeit, eine Radonbelastung festzustellen, ist eine professionelle Radonmessung.
Warum ist Radon gefährlich?
Als natürliches Edelgas, kommt Radon in Deutschland im Boden regional in unterschiedlichen Konzentrationen vor. Die eigentliche Gefahr für die Gesundheit geht nicht vom Radongas selbst aus, sondern von seinen kurzlebigen radioaktiven Zerfallsprodukten (wie Polonium, Bismut und Blei).
Sie lagern sich dort ab und senden sogenannte Alphastrahlung aus. Diese ist besonders energiereich und kann das umliegende Lungengewebe nachhaltig schädigen.
Wie hoch das Radon-Vorkommen an einem bestimmten Standort tatsächlich ist, lässt sich nur durch Messungen der bodennahen Luft oder durch Messungen der Radon-Konzentration in der Raumluft eines Gebäudes konkret ermitteln.
Die Karte zeigt grob die „Radon- Konzentration im Boden“ in einem Meter Tiefe in Deutschland.
Die Gesetzeslage
Das Strahlenschutzgesetz vom 27. Juni 2017 (Ergänzung 2021) beinhaltet allgemeine Bestimmungen zum Schutz vor Radon-222, die sich auf Aufenthaltsräume und Arbeitsplätze in Innenräumen auswirken. Es gelten auch Bestimmungen zum Schutz vor Radioaktivität in Bauprodukten.
Die Trinkwasserverordnung regelt die besonderen Anforderungen an das Trinkwasser in Bezug auf radioaktive Stoffe und schließt auch die Untersuchung hinsichtlich Radon-222 mit ein.
Mit Ausgabedatum 2021-09 ist die DIN/TS 18117-1 Bauliche und lüftungstechnische Maßnahmen zum Radonschutz – Teil 1: Begriffe, Grundlagen und Beschreibung von Maßnahmen erschienen.


Radonmessungen
Um die exakte Radonkonzentration feststellen zu können, ist eine Messung über einen längeren Zeitraum erforderlich.
Hierzu bieten wir die Messungen mit dem Radon Eye an, welches über mehrere Stunden oder Tage in Ihren Räumlichkeiten platziert wird. Das Gerät misst und speichert die Werte um sie im Nachgang auszuwerten.
Mit den Ergebnissen können dann ggf. weitere Maßnahmen eingeleitet werden um die Radonkonzetration zu senken. Dies kann z.B. durch eine Abdichtung der Bodenplatte erfolgen.
Eine weitere Möglichkeit ist die Messung mit einem Radon Sniffer. Dieser spürt gezielt Radoneintrittspfade auf und lokalisiert stark betroffene Bereiche.
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